Transformation von Wissensmonopolen durch Diffusion neuer Medientechnologien
Synopsis: Es ist das Ziel des Autors, Innis’ Konzept zu erweitern und präziser zu definieren, um es für die Analyse sowohl historischer als auch gegenwärtiger Wissensmonopole, anwendbar zu machen. Das Ergebnis ist eine disziplinübergreifende Definition, die von dem monopolisierenden Subjekt ausgeht, das den Zugang zu und die Verwertung von spezifischem Wissen kontrolliert.
Zwei Wissensmonopoltypen und eine Methode zur Analyse ihrer Aktivierung werden aus der Definition abgeleitet. Die Methode wird im Folgenden an zwei Fallbeispielen – je ein Beispiel pro Typ – angewandt, die den Einfluss des Internets auf die Monopolisierung von Wissen erörtern. Das erste behandelt Gegensätze zwischen proprietärer und freie Softwareproduktion, das zweite Beispiel betrachtet – auch historisch – die durch technologische Entwicklungen veränderte Situation klassischer und alternativer Nachrichtenagenturen.
Die Erklärung von Kernfunktionen von Wissensmonopole trägt dazu bei, zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen neue Medientechnologien genutzt werden, um Wissen in Macht umzusetzen.
Verweis: Aznavour, Kars. “Transformation von Wissensmonopolen durch Diffusion neuer Medientechnologien”. Magisterarbeit, Humboldt-Universität zu Berlin, 2005. (unveröffentlicht)